Dr. Niels Hendriks

  • Barrierefreiheit
  • Belgien

Leitbild

Design ist nicht die Lösung von Problemen, sondern die Artikulation politischer Entscheidungen. Jedes Design fungiert als ein Script, das Macht verstärkt/herausfordert. Design kann diese Macht entlarven und hinterfragen.

Biografie

Niels leitet den Cluster ‘Caring and design research’ an der LUCA School of Arts (KU Leuven, Belgien). Er koordiniert URBAN, eine von LUCA geführte Plattform für Forschung/Bildung zu Kunst und Design im Gesundheitsbereich, Inklusion und Pflege in Limburg, Belgien. Niels ist zudem Designforscher und Dozent. Seine Interessen umfassen Interaktions-/Produktdesign, partizipatives Design und Design für Gesundheit. Er hat an Projekten gearbeitet, die für/mit Menschen (lebend) mit Demenz und anderen benachteiligten Gruppen, wie Jugendliche mit hohem Psychoserisiko, Personen mit palliativem Pflegebedarf, Menschen mit schweren geistigen und mehrfachen Behinderungen, gestaltet wurden. Er ist Mitbegründer des Dementia Lab, das Forschung/Bildung und eine Konferenz zu Demenz und Design bündelt. Er koordiniert das Doktorandennetzwerk HOMEDEM, das erforscht, wie Design und Pflege zusammenwirken können, um das Leben von Menschen mit Demenz und deren Betreuern zu verbessern. Als Co-Koordinator des Erasmus Mundus Joint Masters Response-Able Futures integriert er partizipative Forschungsmethoden in diesen internationalen Masterstudiengang. Er war in Belgien, Hongkong und Dänemark in Bildung und Forschung aktiv.

Fragebogen

Wo möchten Sie Veränderungen fördern und warum?

Um Design in der Zusammenarbeit mit anderen relevanten Disziplinen zu unterstützen, die Barrierefreiheit für diejenigen, die in ihrem täglichen Leben und in der Gesellschaft Hürden erleben, verbessern.

Was oder wer hat Sie während Ihrer beruflichen Laufbahn beeinflusst?

Ich war und bin immer noch von meinen Kolleginnen und Kollegen sowie den Menschen, für die wir designen, beeinflusst. Sie inspirieren mich, über das hinauszugehen, was ich als selbstverständlich erachte, und die Welt mit neuen Augen zu betrachten.

Wir haben alle diese bedeutenden Momente oder Situationen (Erfolg oder Misserfolg); welcher war Ihrer, und was haben Sie daraus gelernt?

Früh in meiner Forschung war ich in einer Demenzpflegeeinrichtung eingebunden und blieb auf der Station, um das Leben der Bewohner zu erleben. Ich hatte Schwierigkeiten mit dem, was man als ‘seltsames’ Verhalten definieren könnte, wie etwa Bewohner, die nach Hause gehen wollten. Ich floh in mein Zimmer, erkannte aber bald, dass ich derjenige war, der ‘seltsam’ war, da meine Reaktion in ihrem Kontext unnormal war. Dies prägte meine Sicht darauf, wie Design das Normale hinterfragen kann.