Leitbild
Design ist für mich eine Sprache der Fürsorge, eine Möglichkeit, die Verbindung zwischen Menschen, Orten und der lebenden Welt wiederherzustellen.
Biografie
Liat Rogel, PhD, ist Servicedesignerin und Expertin für soziale Innovation, Nachhaltigkeit und Wohnen. Mit einem PhD in Design vom Politecnico di Milano und einem Hintergrund im Industrie- und Servicedesign wendet sie kreatives und systemisches Denken an, um komplexe urbane und soziale Herausforderungen zu adressieren.
Sie arbeitet mit europäischen Programmen wie URBACT und der Europäischen Stadtinitiative (EUI) zusammen, um Städten dabei zu helfen, integrierte Strategien und innovative Testmaßnahmen für nachhaltige urbane Erneuerung zu entwickeln. Als Gründerin von HousingLab, einem Labor für urbane Innovation im Wohnungsbau, leitet sie Co-Design-Prozesse, die Bürger, Institutionen und Designer zusammenbringen, um inklusive und nachhaltige Wohnmodelle zu prototypisieren.
Liat unterrichtet auch Designing the Sustainable City bei IES Abroad Mailand und erforscht, wie Design gerechtere und widerstandsfähigere städtische Systeme fördern kann. Ihre Arbeit schlägt eine Brücke zwischen Designforschung, öffentlicher Policy und Gemeinschaftspraxis, um Nachhaltigkeitsprinzipien in greifbare, menschzentrierte Strategien für die Städte von morgen umzusetzen.
Fragebogen
Wo möchten Sie Veränderung fördern und warum?
Ich möchte in Städten Veränderung fördern, wo das tägliche Leben auf globale Herausforderungen trifft; weil urbane Räume der Schlüssel zu einer gerechteren und nachhaltigeren Zukunft sind.
Was oder wer hat Sie in Ihrer beruflichen Karriere beeinflusst?
Designer, Aktivisten und gewöhnliche Bürger, die sich bessere Lebensweisen vorstellen (und schaffen!), inspirieren weiterhin meinen Weg.
Wir alle haben jene bedeutenden Momente oder Situationen (Erfolg oder Misserfolg); welches war Ihrer und was haben Sie daraus gelernt?
Bei der Leitung des URBACT ROOF Netzwerks sah ich mich der harten Realität einer gefährdeten Einwandererfamilie gegenüber, die kurz davorstand, ihr Zuhause zu verlieren. Ich fühlte mich machtlos, sogar wie ein Hochstapler. Doch die Zusammenarbeit mit Städten, um Wohnungs-Politiken neu zu denken, zeigte mir, wie kleine Aktionen Leben verändern können.